Pötzleinsdorfer Straße wird klimafit

Die Pötzleinsdorfer Straße wird klimafit Bild: Mobilitätsagentur Wien/zoom vp

Mit dem Projekt „Klimafitte Pötzleinsdorfer Straße“ wird die vor über 200 Jahren angelegte Allee mit über 100 historischen Bäumen in Pötzleinsdorfer Straße gerettet und gleichzeitig die Radinfrastruktur für Pötzleinsdorf und Gersthof massiv verbessert.

„Durch den neuen Radweg von der Erndtgasse bis zum Pötzleinsdorfer Schloßpark wird es nicht nur einfacher, sondern vor allem auch sicherer, mit dem Fahrrad dieses Naherholungsgebiet zu erreichen – ein Gewinn nicht nur für die Währinger Bevölkerung“, sagt Michael Trinko, Klubobmann der SPÖ Währing, der sich auch darüber freut, dass durch die Zusammenarbeit dreier Parteien eine gemeinsame Lösung zur Rettung der Bäume in der Pötzleinsdorfer Allee gefunden wurde. In der Bezirksvertretungssitzung im Dezember werden SPÖ, GRÜNE und NEOS das Projekt als Dreiparteienantrag zur Klimafitten Pötzleinsdorfer Straße beschließen. „Die Bevölkerung wird sich außerdem im Zuge von Ausstellungen, Expert*innengesprächen und Begehungen vor Ort ein Bild über das geplante Projekt machen können“, betont unser Klubobmann als wichtigen Schritt um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben sich ein Bild vom Projekt zu machen und Anregungen einzubringen.

 

Das Projekt im Detail:

Großangelegte Baumstandort-Sanierung

Um den Baum-Bestand der historischen Allee zu erhalten, wird nun im Zuge des Programms für eine „klimafitte Klimamusterstadt“ eine großangelegte und aufwändige Baumstandortsanierung vorgenommen. Dabei werden die Baumscheiben vergrößert und damit verhindert, dass einparkende Autos sie befahren. Die Arbeiten erfolgen händisch, um die Wurzeln nicht zu schädigen.

Bei den Bauarbeiten wird darüber hinaus regelmäßig ein Baumsachverständiger beigezogen werden. Diese wichtige Klimamaßnahme wird von der Stadt im Rahmen des Fördertopfs „Lebenswerte Klimamusterstadt“ gefördert. Verbunden wird die Rettung der Baum-Allee mit einer zweiten wichtigen Maßnahme für eine klimafitte Stadt: Der Straßenzug Pötzleinsdorfer Straße – Gersthofer Straße vom Schloßpark bis zur Erndtgasse erhält eine neue Radinfrastruktur, Stadt und Bezirk arbeiten hier eng zusammen.

 

Neue Radverbindung für Währing als Teil des Hauptradverkehrsnetze

Das Radfahren auf der Pötzleinsdorfer Straße und Gersthofer Straße ist derzeit wenig attraktiv, auf Schienenstraße ist wenig Platz, seitlich davon gibt es nur holprige Pflasterung, ein Ausweichen auf ruhigere Parallelstraßen ist aufgrund der Höhenlagen nicht möglich. Mit dem Projekt „Klimafitte Pötzleinsdorfer Straße“ wird die Radinfrastruktur für Pötzleinsdorf und Gersthof entscheidend verbessert.

Von der Endstation der Linie 41 stadteinwärts bis zur Scheibenbergstraße wird der Gehweg auf der rechten Seite verbreitert und zum gemischten Geh- und Radweg. Durch die Ausweitung der Baumstandorte Richtung Straßenmitte wird außerdem der Autoverkehr in Zukunft im Gleisbereich bleiben und nicht mehr über die Pflasterung rumpeln. Das bedeutet weniger Lärm für alle, die dort wohnen.

In der Gersthofer Straße wird der Radweg teilweise neben der Fahrbahn, teilweise zwischen Gehweg und Baumreihe bis in die Erndtgasse geführt. Ab der Erndtgasse sind dann die ruhigen Seitenstraßen gut nutzbar. Die gesamte Radverbindung ist Teil des Hauptradverkehrsnetzes der Stadt und wird Bewohner*innen und Ausflügler*innen den Weg ins Grüne und zurück in die Stadt erheblich erleichtern.

Als zusätzliche Verbesserungen werden im Zuge des Projekts die Stufen im Bereich der Nepomuk-Kapelle endlich barrierefrei umgestaltet und vor der Erndtgasse statt der langen Rechtsabbiegespur 6 neue Bäume gepflanzt. Neue Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen schaffen Möglichkeit zum kurzen Halt-Machen und Ausruhen.

 

Informationsveranstaltungen zur „Klimafitten Pötzleinsdorfer Straße“

Interessierte haben die Möglichkeit, sich folgendermaßen über das Projekt zu informieren:

Ausstellung „Klimafitte Pötzleinsdorfer Straße“
17.01. – 04.02.2022
im Amtshaus Währing, Martinstraße 100, 2. Stock Festsaal

 

Öffnungszeiten: Mo – Fr. von 8 bis 15 Uhr, Do bis 17 Uhr.
Außerdem am 18.01., 25.01., 27.01. und 01.02. von 17 – 20 Uhr.

An diesen Abenden stehen auch Expert*innen für Informationen und Gespräche zur Verfügung.

Begehungen vor Ort: 18.02. und 04.03.2022, jeweils von 15 bis 16:30 Uhr.
Seitens der Bezirksvorstehung wird um Anmeldung unter post@nullbv18.wien.gv.at bzw. +43-1-4000-18117 ersucht.

Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

 

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